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Die Telekom redet sich um Kopf und Kragen …

Gestern kündigte die Telekom an, dass eine Drosselung nicht auf 384kbit, bei erreichen des Inklusivvolumens, stattfinden wird, sondern es weiterhin ganze 2mbit geben wird.
„Das Unternehmen begründete seinen Schritt am Mittwoch damit, dass es „auf die Sorgen der Kunden“ reagiere. Die neuen Werte lägen nunmehr deutlich über der Grenze von 1 MBit/s, die die Bundesregierung als Mindestrichtwert in der Breitbandstrategie propagiere.“*

Bei Telekom-Hilft auf Facebook hielt sich die Begeisterung in Grenzen.
fbtelekom

Auch in der Berichterstattung im Fernsehen wurden die 2mbit zwar erwähnt, es kamen allerdings immer auch Stimmen zu Wort, die auf das Problem der Netzneutralität verwiesen, da T-Entertain nicht zum Inklusivvolumen zählt. Die Telekom hält weiterhin an ihrer Argumentationslinie fest. T-Entertain gehört zu den „Managed Services“, die sich von Internet-Angeboten unterschieden.

Allerdings rückt die Telekom jetzt auch endlich mit der ganzen Wahrheit ans Licht! Diese Information ist nicht ganz neu, da darüber bereits bei bits und so berichtet wurde …

[Update 12.06.2013 14:30] Nach Angaben von Telekom-Sprecher Philipp Blank müssen Partner, die einen Managed Service anbieten, dafür nicht vorab bezahlen, sondern die Telekom an den Umsätzen beteiligen. Gerade kleine Unternehmen, die die hohe Qualität für empfindliche Dienste oft nicht selbst gewährleisten könnten, zögen in Kooperationen aus der breiten Marktpräsenz der Telekom Vorteile. Bisher hätten sich die Inhalteanbieter kaum an den Kosten beteiligt, profitierten aber stark von einer hochleistungsfähigen Infrastruktur, beklagt Blank.

*via heise.de

Besonders 2 Sätze sind höchst interessant!
Nach Angaben von Telekom-Sprecher Philipp Blank müssen Partner, die einen Managed Service anbieten, dafür nicht vorab bezahlen, sondern die Telekom an den Umsätzen beteiligen. [..] Bisher hätten sich die Inhalteanbieter kaum an den Kosten beteiligt, profitierten aber stark von einer hochleistungsfähigen Infrastruktur (..).

Das ist eine sehr interessante Aussage! Vergessen wir jetzt das Internet und schauen uns das alte Geschäft mit dem Telefon an.

Beteiligen sich eigentlich Call Center oder Telefonsex-Anbieter an irgendwelchen Kosten?!?! Die nutzen schließlich auch das Telefonnetz und verdienen damit Geld. Wo kämen wir denn hin, wenn es ein flächendeckendes Telefonnetz geben würde und alle einfach telefonieren könnten, ohne dafür Sonderabgaben zu bezahlen? Nachher ruft dann noch jemand alle Nummern an und versucht den Leuten etwas zu verkaufen. Wo bleibt denn da die Umsatzbeteiligung für die Telekom? Natürlich haben wir Bürger das Telefonnetz mit unseren Steuern bezahlt und die Telekom hat es teilweise auch modernisiert aber laufen darüber nicht auch unsere Internetdaten?

Bezahlten Otto, Neckermann und Quelle früher eine Umsatzbeteiligung an die Deutsche Post, damit telefonische Bestellung direkt durchgestellt oder Bestellkarten umgehend eingingen und Pakete versand wurden?

Die Telekom handelt aus ihrer Sicht mit Sicherheit logisch. Alle anderen sollten sich allerdings vor den Kopf schlagen und sich gegen die Pläne der Telekom stellen. Bei den Plänen der Telekom geht es nämlich nicht um die Drosselung, sondern um die Netzneutralität.
Wenn die Telekom eine Drossel bei XXgb einführen möchte, kann sie dies gerne tun! Wer mehr möchte muss halt mehr zahlen oder den Anbieter wechseln.
Dies funktioniert allerdings nur, wenn dabei alle Daten auch gleich behandelt werden. Ansonsten verschafft sich die Telekom einen Vorteil, den die Wettbewerber nicht haben bzw. teuer bezahlen müssen.

Wenn die Rede von 75gb ist, kann die Telekom im Moment leider auch noch nicht sagen, was genau sie mit 75gb meint. Zu diesem Thema kann ich nur den Blog von Peter Piksa empfehlen!

Bildquelle: sueddeutsche.de

2 comments

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